Deutschland beschließt Mindestlohnerhöhung, doch viele sind unzufrieden: „Das ist nichts weiter als ein schlechter Witz“
17.11.2023

Der erste Teil der Erhöhung tritt im Januar in Kraft, der zweite Anfang 2025.
Die deutsche Regierung hat am Mittwoch die Entscheidung formalisiert, den gesetzlich garantierten Mindestlohn um 82 Cent auf 12,82 Euro pro Stunde zu erhöhen. Der erste Teil der Erhöhung auf 12,41 Euro tritt im Januar in Kraft, der zweite Anfang 2025, schreibt B92.
Arbeitsminister Hubertus Heil hat erwartungsgemäß die Verordnung über den Mindestlohn gemäß dem Juni-Vorschlag der gemeinsamen Kommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern für den Mindestlohn unterzeichnet, berichtet die Agentur dpa.
Die gesamte Erhöhung entspricht einer Rate von 6,8 Prozent. Die Arbeitnehmervertreter in der Kommission lehnten den Vorschlag ab und forderten eine stärkere Erhöhung, wurden jedoch überstimmt.
Mit der Erhöhung sind auch einzelne Politiker der regierenden Koalition aus der Sozialdemokratischen Partei von Kanzler Olaf Scholz, den Grünen und der liberalen FDP nicht zufrieden.
Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Andreas Audretsch sagte der Agentur dpa, die Erhöhung sei „nichts weiter als ein schlechter Witz“ und bewertete, dass Menschen, die schwere Arbeit verrichten, mehr verdienen.
Er kritisierte die Kommission, weil sie zunächst eine einstimmige Einigung angekündigt und dann davon Abstand genommen habe. Die Kommission wurde im vergangenen Monat aus demselben Anlass auch von Scholz kritisiert, der forderte, dass Entscheidungen über Löhne künftig das Ergebnis einer Vereinbarung mit konsensualer Unterstützung sein sollen.
Quelle: poslovni.hr









