Deutschland fehlen viele Arbeitskräfte: Einwanderung wird deutlich erleichtert
06.12.2022

Die DEUTSCHE Regierung, konfrontiert mit einem Mangel an Fachkräften, will ein punktbasiertes Einwanderungssystem einführen, nach dem Vorbild der Einwanderungsländer Kanada und Australien, berichten deutsche Medien. „Die Bundesregierung plant die Einführung eines Punktesystems für die Einwanderung nach Deutschland, und zwar mit dem Ziel, den Mangel an Fachkräften zu lindern“, heißt es im Entwurf der Einwanderungsreform, der auf der regulären Regierungssitzung am Mittwoch vorgestellt werden soll.
Mit dem neuen Gesetz soll Personen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union mit „gutem Potenzial“ die Einwanderung nach Deutschland zum Zweck der Beschäftigung ermöglicht werden.
„Auf der Grundlage eines transparenten und unbürokratischen Systems, das auf dem Prinzip der Punktevergabe beruht, werden wir die Einwanderung zum Zweck der Arbeitsplatzsuche in Deutschland ermöglichen“, heißt es in dem Dokument mit dem Titel „Grundlagen für die Einwanderung aus Ländern außerhalb der Europäischen Union“.
Als Voraussetzungen für das Sammeln von Punkten werden Qualifikation, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Verbindung zu Deutschland und Alter genannt.
‚Das einzige praktikable Szenario ist verstärkte Einwanderung‘
„Deutschland fehlt es in allen Sektoren an Fachkräften. Deshalb müssen wir alle Potenziale nutzen, sowohl im Ausland als auch in Deutschland“, heißt es in dem Dokument, das den Kabinettsmitgliedern vorgestellt werden soll.
Die Reform sieht auch einen garantierten Verbleib ausländischer Studierender in Deutschland nach Abschluss des Studiums oder der Berufsausbildung vor. Die Einwanderung soll auch ohne vorherige Anerkennung von Diplomen und Zeugnissen möglich sein.
Gleichzeitig forderte Andrea Nahles, Direktorin der Bundesagentur für Arbeit, dringende Maßnahmen, die den Zustrom von Fachkräften nach Deutschland verstärken würden.
„Aufgrund des demografischen Wandels gibt es praktisch kein anderes Szenario als jenes, das eine verstärkte Einwanderung nach Deutschland einschließen würde“, sagte Nahles der Sueddeutsche Zeitung. Sie sagte, dass Deutschland jährlich 400.000 Menschen als Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland benötige.
Für Einwohner von Staaten, die nicht Mitglieder der Europäischen Union sind, besteht bereits jetzt die Möglichkeit der Einwanderung. Für Einwohner der Länder des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien) gibt es seit 2016 auch ein besonderes Beschäftigungsprogramm, bei dem für die Einwanderung und den Erhalt einer Arbeitserlaubnis ein Vertrag mit einem Unternehmen in Deutschland ausreicht.
Diese Möglichkeit stieß bisher häufig auf Schwierigkeiten wegen der langen Wartezeit auf ein Visum in den deutschen konsularischen Vertretungen in den Ländern des westlichen Balkans.
Quelle: index.hr











