Jahrelang im Ausland gelebt und Sozialhilfe bezogen: Jetzt müssen sie 33.000 Euro zurückzahlen
24.07.2025

Ein Ehepaar aus Bremen wurde zum Beispiel für die strenge Durchsetzung deutscher Sozialvorschriften, als ihnen die Rückzahlung von sogar 33.000 Euro auferlegt wurde, die sie über das Bürgergeld erhalten hatten, in Deutschland bekannt als Bürgergeld.
Laut dem Urteil des Sozialgerichts Niedersachsen-Bremen wurde festgestellt, dass die Eheleute jahrelang außerhalb Deutschlands lebten, ohne dabei das zuständige Jobcenter zu informieren, was im Widerspruch zu den Regeln im Zusammenhang mit dieser Sozialleistung steht, schreibt Fenix Magazin.
Was unterscheidet das Bürgergeld von der Rente?
Während das deutsche Rentensystem die Auszahlung der Rente auch an Empfänger ermöglicht, die dauerhaft im Ausland leben, sind die Regeln für das Bürgergeld deutlich strenger. Damit eine Person den Anspruch auf diese Leistung behält, muss sie dem deutschen Arbeitsmarkt und dem Jobcenter ständig und persönlich zur Verfügung stehen. Abwesenheiten von mehr als 21 Tagen pro Jahr ohne besondere Genehmigung bedeuten den Verlust des Anspruchs auf die Auszahlung von Sozialhilfe. Das Bürgergeld beträgt im Jahr 2025 für Alleinstehende 563 Euro monatlich, während Partner im selben Haushalt jeweils 506 Euro erhalten, und die Beträge für Kinder hängen vom Alter ab.
Details des Falls und Gerichtsverfahren
Über mehrere Jahre, von 2016 bis 2018, erhielt das Paar Sozialhilfe trotz Aufenthalts im Ausland. Die Eheleute behaupteten, dass sie sich regelmäßig in Bremen aufhielten und nur gelegentlich reisten, doch die Beweise sprachen dagegen. Die Analyse der Reisedokumente sowie eine Polizeikontrolle am Flughafen zeigten eine mehrjährige Abwesenheit aus dem Land. Weitere Beweise umfassten eine unbewohnte Wohnung in Deutschland, die Beschäftigung des Ehemanns bei einem Unternehmen in Nigeria, die Mitgliedschaft der Ehefrau in einer nigerianischen Rechtsanwaltskammer und Angaben dazu, dass ihre Kinder eine Schule in Lagos besuchten. Vor Gericht wurde auch festgestellt, dass sie versucht hatten, Zeugen zu beeinflussen, damit diese falsche Angaben machten, womit sie das Muster des Betrugs am deutschen System zusätzlich bestätigten.
Ihre Beschwerden gegen die Entscheidungen der Verwaltung und des Gerichts blieben erfolglos. Das Gericht akzeptierte ihre Behauptungen über eine kurzfristige Abwesenheit nicht und kam zu dem Schluss, dass sie für den verpflichtenden Kontakt mit den Mitarbeitern des Jobcenters nicht verfügbar waren. Interessanterweise wies das Gericht einen Teil der Rückforderungsansprüche dennoch ab, da es nicht möglich war, für alle früheren Zeiträume den genauen Wohnort des Paares mit Sicherheit festzustellen.
Das größere Bild und der aktuelle Rahmen des Bürgergelds
Nach den im Juni 2025 veröffentlichten Daten nutzen mehr als 5,5 Millionen Menschen in Deutschland das Bürgergeldsystem, von denen viele erwerbsfähig sind, deren eigene Einkünfte jedoch nicht ausreichen, um die Grundbedürfnisse zu decken. Die jährlichen Kosten des Staates für diese Zwecke erreichen Dutzende Milliarden Euro. Angesichts der steigenden Zahlen und des Auftretens von Missbrauch haben die Behörden die Kontrollen und Verfahren verschärft, insbesondere in Fällen von Personen, die einen Teil des Jahres außerhalb Deutschlands verbringen oder leben. Der Anspruch auf die Leistung wird ständig überprüft, und das System verzeichnet auch eine immer größere Zahl von Inspektionen und Passkontrollen an der Grenze, insbesondere bei der Rückkehr ins Land.
Der Status von Rentnern und Bürgergeldempfängern unterscheidet sich. Wer eine Rente bezieht, kann Deutschland dauerhaft verlassen und weiterhin Geld erhalten, unabhängig davon, wo er lebt, während Empfänger von Leistungen wie dem Bürgergeld ihre Ansprüche verlieren, sobald sie an der Adresse des gemeldeten Wohnsitzes nicht mehr „persönlich verfügbar“ sind. Denjenigen, die über einen längeren Aufenthalt außerhalb des Landes nachdenken, wird eine vorherige Beratung mit dem Jobcenter empfohlen, um mögliche Sanktionen und Rückforderungen zu vermeiden.
Dieses Verfahren sendet eine klare Botschaft an alle Empfänger sozialer Leistungen in Deutschland, aber auch darüber hinaus, dass das System die Einhaltung der Regeln sorgfältig überwacht und im Falle von Missbrauch vor harten finanziellen Sanktionen nicht zurückschreckt. Angesichts der steigenden Zahl angekündigter Kontrollen sowie der Änderungen in der Gesetzgebung zu Sozialleistungen, die 2025 in Kraft treten werden, ist mit noch mehr ähnlichen Fällen zu rechnen. Gleichzeitig wird daran erinnert, dass echte Leistungsberechtigte, die sich an die Regeln halten und tatsächlich in Deutschland leben, weiterhin Anspruch auf das Sicherheitsnetz haben, das eines der am weitesten entwickelten Sozialsysteme Europas garantiert.









