Rekordzahlen bei ausländischen Arbeitskräften in Kroatien: Nepalesen holen zu Bürgern aus Bosnien und Herzegowina auf
17.12.2025

Der kroatische Arbeitsmarkt durchläuft historische Veränderungen, was die neuesten Daten des Innenministeriums über die im Jahr 2025 erteilten Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse bestätigen.
Laut offiziellen Statistiken wurden im Zeitraum vom Jahresbeginn bis zum 30. November insgesamt 160.176 Genehmigungen erteilt. Die Struktur der Staatsangehörigkeiten derjenigen, die zum Arbeiten nach Kroatien kommen, offenbart interessante Trends, denn während Arbeitnehmer aus den Nachbarländern jahrelang das Rückgrat der ausländischen Arbeitskräfte bildeten, weisen die Daten auf einen dramatischen Aufstieg von Arbeitnehmern aus fernen Märkten hin, vor allem aus Nepal.
Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina halten weiterhin den ersten Platz mit 30.188 erteilten Genehmigungen, doch ihre langjährige Dominanz ist ernsthaft erschüttert worden. Nämlich, Arbeitnehmer aus Nepal haben fast gleichgezogen mit denen aus Bosnien und Herzegowina, und der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen beträgt nur 609 Genehmigungen zugunsten des Nachbarstaates.
Nepalesen haben bis Ende November sogar 29.579 Genehmigungen erhalten, was klar die neue Richtung bei der Beschäftigung zeigt. Auf dem dritten Platz befinden sich Staatsangehörige Serbiens mit 23.145 Genehmigungen. Diese Reihenfolge kann für die Öffentlichkeit überraschend sein, da Bosnien und Herzegowina sowie Serbien geografisch unmittelbare Nachbarn sind, während Nepal einen völlig anderen Kulturkreis darstellt.
Bei Betrachtung der Tätigkeitsbereiche liegen laut den Daten des Innenministeriums Tourismus und Gastgewerbe mit 50.530 Genehmigungen vorne, dicht gefolgt vom Bauwesen mit 49.118 erteilten Dokumenten. Eine bedeutende Zahl von Arbeitnehmern ist auch im Industriesektor sowie im Verkehr und in der Kommunikation beschäftigt. Von der Gesamtzahl der Genehmigungen entfällt der größte Teil auf neue Beschäftigungen, was 76.700 Fälle umfasst, während 64.009 Genehmigungen für Verlängerungen und 19.467 für Saisonarbeiter erteilt wurden.
Die regionale Verteilung, die das MUP anführt, zeigt, dass der größte Druck auf dem Arbeitsmarkt in Zagreb und Umgebung besteht. Die Polizeiverwaltung Zagreb liegt mit insgesamt 40.170 erteilten Genehmigungen vorne, wobei interessant ist, dass die Zahl der Verlängerungen von Genehmigungen in Zagreb, nämlich 21.033, die Zahl der Neueinstellungen, die bei 18.724 lag, übertroffen hat. Die Polizeiverwaltung Istrien nimmt mit 22.824 Genehmigungen den zweiten Platz ein, doch dort dominiert die neue Beschäftigung mit 12.513 Genehmigungen, bei einem bedeutenden Anteil von Saisonarbeitern. An der Adriaküste stechen außerdem die Polizeiverwaltungen Split-Dalmatien sowie Primorje-Gorski Kotar hervor, wo der saisonale Charakter der Arbeit mit mehr als dreitausend erteilten Genehmigungen pro Verwaltung gerade für diesen Zweck besonders ausgeprägt ist.
Die Statistiken für das Jahr 2025 bestätigen, dass Kroatien Arbeitnehmer vom anderen Ende der Welt schneller denn je anzieht. Während der Anteil von Arbeitnehmern aus traditionellen Herkunftsregionen wie Bosnien und Herzegowina sowie Serbien langsam eingeholt wird, deutet der sehr starke Anstieg der Zahl von Arbeitnehmern aus Nepal darauf hin, dass sich die heimische Wirtschaft künftig noch stärker an globale Migrationsbewegungen anpassen muss. Die Dynamik, in der entfernte asiatische Länder zu gleichberechtigten Partnern der Nachbarstaaten bei der Besetzung kroatischer Arbeitsplätze werden, stellt die gesamte Gesellschaft vor neue Herausforderungen.









