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Ende des massenhaften Imports ausländischer Arbeitskräfte? In Kroatien 36.000 Arbeitsgenehmigungen weniger als im Vorjahr

14.05.2026

Ende des massenhaften Imports ausländischer Arbeitskräfte? In Kroatien 36.000 Arbeitsgenehmigungen weniger als im Vorjahr

Laut den neuesten offiziellen Daten des Innenministeriums verzeichnet Kroatien einen unerwarteten und starken Rückgang bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte.

Minister Davor Božinović bestätigte, dass im Jahr 2025 rund 36.000 Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse weniger ausgestellt wurden als im Jahr 2024, was einen deutlichen Rückgang von 17 % darstellt, schreibt index.hr. Betrachtet man nur die ersten 4 Monate dieses Jahres, wurden 3.500 Genehmigungen weniger ausgestellt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, während sich derzeit etwa 113.000 ausländische Staatsangehörige mit gültigen Genehmigungen und gemeldetem Wohnsitz im Land befinden.

Neue Regeln und verpflichtende Integration

Der staatliche Fokus verlagert sich langsam vom unkontrollierten Import hin zum Verbleib und zur Integration der bereits vorhandenen Arbeitskräfte, was auch die Tatsache belegt, dass die Zahl der verlängerten Aufenthalte im Vergleich zum Vorjahr um 24 % höher ist. Darüber hinaus werden strengere Regeln eingeführt, sodass ausländische Staatsangehörige, die in Kroatien arbeiten, verpflichtet werden, innerhalb eines Jahres Kroatisch auf elementarem Niveau A1.1 zu bestehen, und die Kurse sind bereits jetzt in 88 Institutionen im ganzen Land verfügbar. Außerdem wird es den Arbeitnehmern ermöglicht, nach 6 Monaten Arbeit den Arbeitgeber zu wechseln, ohne dass eine völlig neue Arbeitserlaubnis beantragt werden muss.

Strengerer Ansatz

Kroatien hat einen vorsichtigeren Ansatz als der Rest Europas gewählt, um die Entstehung abgeschotteter Siedlungen zu vermeiden, in denen ausschließlich Ausländer ohne Kontakt zur einheimischen Bevölkerung leben.

Ziel der neuen Gesetzesänderungen ist es, Ordnung in die Wirtschaft zu bringen und Schwarzarbeit oder die Ausbeutung von Arbeitnehmern durch verschiedene Vermittler zu verhindern. Mit solchen restriktiven Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass sich neue Einwohner tatsächlich an unsere Lebensweise und Gesellschaft anpassen, anstatt in isolierten Gruppen außerhalb des Systems zu leben.

Die Zukunft des heimischen Arbeitsmarktes

Die geringere Zahl ausgestellter Genehmigungen und die Einführung einer sprachlichen Hürde sind eine klare Botschaft, dass die Zeit des unkontrollierten Imports von Arbeitskräften zu Ende geht. Mit diesen Maßnahmen versucht der Staat, den Markt zu einer besseren Organisation und zur Hinwendung zu einheimischen Arbeitskräften zu zwingen, wo immer dies möglich ist. Langfristig betrachtet sollten strengere Kriterien zu einem geordneteren Arbeitsmarkt führen, auf dem genau bekannt ist, wer und unter welchen Bedingungen arbeiten darf, wodurch die Stabilität des ganzen Landes und die Sicherheit all seiner Bürger geschützt werden.