Rund 3.500 Beschäftigte befragt: Deutschland, Schweiz, Österreich – das sagen sie über ihren Job
03.09.2024

Die Work-Life-Balance ist nicht mehr nur eine Sache der jüngeren Generationen: Eine Studie zeigt, dass die Mehrheit der Beschäftigten lieber mehr Freizeit hätte. Welchen Preis würden sie dafür zahlen?
Laut der Umfrage möchte mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland weniger arbeiten – und etwa ein Drittel ist bereit, sich die Freiheit dafür zu erkaufen. Für mehr Urlaubstage wären 34 Prozent der Befragten sogar bereit, weniger Geld zu bekommen, zeigt eine von dem Karrierenetzwerk Xing in Auftrag gegebene Studie.
Hohe Belastung und schlechte Stimmung
Viele Beschäftigte spüren die Folgen unbesetzter Stellen in ihrem Unternehmen: Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen Schwierigkeiten hat, geeignetes Personal zu finden, während 30 Prozent von einem erhöhten Arbeitsaufkommen und einer schlechten Atmosphäre am Arbeitsplatz berichten, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Sechs von zehn Befragten lehnten jedoch die Idee ab, zur Lösung dieser Probleme mehr zu arbeiten. Während 63 Prozent der älteren Generationen der “Babyboomer” und “Gen. Allerdings könnten sich bei den richtigen finanziellen Anreizen einige Befragte zusätzliche Stunden vorstellen: Bonuszahlungen, höheres Gehalt oder zusätzliche Urlaubstage wären angemessen.
“Diese Ergebnisse zeigen uns, dass Beschäftigte in Deutschland weniger denn je bereit sind, ihr Privatleben dem Beruf unterzuordnen, es sei denn, die Bedingungen stimmen”, sagt Xing-Geschäftsführer Thomas Kindler.
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Deutschland lag 2023 bei 34,4 Stunden und damit unter dem europäischen Durchschnitt von 36,9 Stunden. Trotzdem möchten 49 Prozent aller Generationen ihre Arbeitszeit verkürzen – an der Spitze liegt “Gen Z” mit 53 Prozent, dicht gefolgt von der Hälfte der “Millennials” und 48 Prozent der “Generation X”. Von der sich dem Ruhestand nähernden Generation der “Babyboomer” sagten nur 37 Prozent, dass sie ihre Arbeitszeit reduzieren würden. Nur neun Prozent der Befragten würden gerne mehr arbeiten.
Männer genießen die Work-Life-Balance mehr als Frauen
Etwa die Hälfte der Beschäftigten gab an, mit ihrer eigenen Work-Life-Balance zufrieden oder sogar sehr zufrieden zu sein. Frauen sind mit 49 Prozent weniger zufrieden mit dem Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben als Männer (55 Prozent).
Den Angaben zufolge wurden Anfang Juli in einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio 3500 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.
Quelle: fenix-magazin.de









